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Coronavirus: Spahn und Laschet gegen Maskenpflicht in Deutschland

Corona-Krise in Deutschland: 549 Menschen sind bereits gestorben, 62.166 sind mit dem Coronavirus infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als 500.000 Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA mit rund 150.000 Fällen die meisten Corona-Fälle weltweit. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.


Spahn und Laschet gegen Maskenpflicht in Deutschland

Topmeldung (16.02 Uhr): Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen eine Tragepflicht für Schutzmasken in Deutschland ausgesprochen. “In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung”, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Spahn hatte zuvor zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum in Düsseldorf besucht.

Der Minister sagte, es müsse unterschieden werden zwischen medizinischen Masken zum Schutz des medizinischen Personals vor einer Ansteckung und anderen in der Öffentlichkeit getragenen – auch selbstgenähten – Masken. Bei diesen gehe es darum, andere nicht anzustecken. Sie könnten “tatsächlich auch eine Hilfe sein dabei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen”. Er nehme wahr, dass es eine zunehmende Bereitschaft gebe, aus Solidarität mit anderen, diese Masken zu tragen, sagte Spahn.

Laschet nannte Spahn Äußerungen “treffend”. Man sei jetzt prioritär damit beschäftigt, Masken für den medizinischen Bereich zu beschaffen. “Und wenn es sich gesellschaftlich entwickelt, dass jeder den anderen auch schützen will, dann ist das in Ordnung. Eine Pflicht sehe ich nicht.”

Pandemie-Maßnahmen retteten 59.000 Leben in elf Ländern

Topmeldung (15.08 Uhr): Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben einer Studie zufolge bisher 59.000 Menschen in elf europäischen Ländern das Leben gerettet. In Deutschland kamen dank der Beschränkungen 550 Menschen bis Ende März mit dem Leben davon, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern des Imperial College London hervorgeht.

Die Forscher untersuchten die Auswirkungen der verschiedenen Maßnahmen, die in elf Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten ergriffen worden waren. Dazu zählten Quarantäne für Infizierte, die Schließung von Schulen und Universitäten, Versammlungsverbote, Abstandsregelungen und Ausgangssperren. Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die gleiche Maßnahme in verschiedenen Ländern vergleichbare Auswirkungen hat.

Im stark von der Pandemie betroffenen Italien, das als erstes Land strikte Maßnahmen ergriffen hatte, wurden demnach die meisten Menschenleben gerettet. Die Wissenschaftler schätzen, dass dort 38.000 Menschen vor dem Tod bewahrt werden konnten. In Spanien waren es demnach 16.000 Menschen, in Frankreich 2500, in Belgien 560, in Deutschland 550, in Großbritannien 370, in der Schweiz 340, in Österreich 140, in Schweden 82, in Dänemark 69 und in Norwegen 10.

Die Wissenschaftler schätzen, dass sich in den elf Ländern insgesamt zwischen sieben und 43 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Deutschland hat demnach mit 600.000 Infizierten die niedrigste Ansteckungsrate. Die offiziell bestätigten Zahlen sind deutlich niedriger.

Dies erklärt sich den Forschern zufolge dadurch, dass Infizierte in vielen Fällen nur “milde oder gar keine Symptome” aufweisen. Zudem würden viele Infektionen wegen der “begrenzten” Testmöglichkeiten nicht erkannt, heißt es in der Studie.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 62.166, 549 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 12.257 (163 Todesfälle)
  • Bayern: 14.437 (133 Todesfälle)
  • Berlin: 2581 (13 Todesfälle)
  • Brandenburg: 846 (4 Todesfälle)
  • Bremen: 297 (4 Todesfälle)
  • Hamburg: 2214 (2 Todesfälle)
  • Hessen: 3100 (14 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 366 (1 Todesfall)
  • Niedersachsen: 4026 (33 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 14.219 (125 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 2686 (19 Todesfälle)
  • Saarland: 800 (9 Todesfälle)
  • Sachsen: 1930 (11 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 682 (6 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 1053 (7 Todesfälle)
  • Thüringen: 672 (5 Todesfälle)

Gesamt: Stand 30.03., 19.30 Uhr: 62.166 (549 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 29.03., 20.20 Uhr: 58.654 (456 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

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Mehr Informationen im News-Ticker:

Wolfsburger Klinik nimmt wieder Patienten auf

16.04 Uhr: Das Klinikum Wolfsburg nimmt wieder Patienten auf, nachdem es am Sonntagabend wegen Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft einen vorübergehenden Aufnahmestopp verhängt hatte. “Ich darf sagen, dass wir das Klinikum seit 12 Uhr heute Mittag wieder in Betrieb genommen habe”, sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) am Dienstag.

90 Prozent der Testergebnisse lägen vor. Demnach sind 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Davon sind rund ein Drittel im ärztlichen Dienst, etwa zwei Drittel Pflegekräfte und ein paar wenige in der Verwaltung, wie Bernadett Erdmann, die Leiterin der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Wolfsburg, mitteilte.

Die infizierten Beschäftigten seien in häuslicher Quarantäne, zeigten aber keine Symptome. Insgesamt habe das Krankenhaus rund 2000 Beschäftigte, von denen rund 200 getestet wurden, da sie als Kontaktpersonen von zwei Sars-CoV-2-Infizierten galten. Auch bei zwei Patienten, die eigentlich mit anderen Krankheiten in die Klinik kamen, sei eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden.

Spahnfordert konsequente Suche nach Corona-Kontakterpersonen

14.50 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine konsequente Suche nach Kontaktpersonen von Infizierten gefordert. Diese Suche sei digital “viel einfacher” zu leisten als händisch mit vielem Hinterhertelefonieren, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf. Solange es keine Therapie und keinen Impfstoff gebe, werde man das Coronavirus nur im Griff behalten können, wenn es gelinge, die Kontakte von Infizierten “sehr, sehr schnell” zu identifizieren und diese Menschen aufzufordern, zuhause zu bleiben. Spahn hatte zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum in Düsseldorf besucht.

Es gebe viele Ideen und Möglichkeiten, sagte Spahn. Jetzt müssten konkret Projekte getestet werden. Klar sei aber, dass man jeden Kontakt effizient nachverfolgen müsse, wenn man an anderer Stelle “wieder schrittweise in den Alltag zurückkehren” wolle.

Seit der vergangenen Woche wird in Deutschland über den Einsatz von Handydaten diskutiert, um mögliche Kontaktpersonen von Infizierten zu finden und zu warnen.

Spahn: Fast die Hälfte der Intensivbetten frei für Corona-Patienten

14.45 Uhr: Rund 45 Prozent der bestehenden Intensivbetten in Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) derzeit frei für die Behandlung von Coronavirus-Patienten. Diese freien Kapazitäten seien etwa durch die Verschiebung von planbaren Operationen geschaffen worden, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf. Er hatte dort zusammen mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum besucht. Spahn sollte anschließend auch an der Sitzung des Landeskabinetts teilnehmen.

“Eines ist klar: Es wird in den nächsten Tagen eine steigende Zahl von Intensiv- und Beatmungspatienten geben”, sagte Spahn. Anders als in anderen europäischen Ländern habe sich Deutschland aber darauf vorbereiten können, weil die Corona-Infektionen “sehr frühzeitig” und auch durch umfangreiche Tests im Land erkannt worden seien.

Insgesamt gibt es in Deutschland nach offiziellen Angaben rund 28 000 Intensivbetten. Die Krankenhäuser sollen nach einer Einigung von Bund und Ländern diese Kapazitäten verdoppeln, um besser für die Behandlung vieler schwer erkrankter Patienten mit dem Coronavirus gerüstet zu sein.

Zwölfjährige nach Coronavirus-Infektion gestorben

11.52 Uhr: In Belgien ist ein zwölf Jahre altes Mädchen gestorben, nachdem sie sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatte. Das teilten die belgischen Behörden am Dienstag mit. Stand jetzt ist sie das jüngste Corona-Todesopfer in Europa.

Ob das Mädchen eine Vorerkrankung hatte, ist bislang nicht bekannt. Emmanuel André, Sprecher des nationalen Gesundheitsdienstes, zeigte sich bei einer Pressekonferenz erschüttert über den Vorfall. “All unsere Gedanken sind jetzt bei der Familie”, sagte er.

Corona-Infizierter verließ Quarantäne – und traf danach mindestens zehn Menschen

11.36 Uhr: Ein Corona-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Behörden die häusliche Quarantäne verlassen und zu mindestens zehn Menschen Kontakt gehabt. Das sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ob der Mann möglicherweise noch mehr Personen getroffen habe, werde derzeit überprüft. Zuvor hatten andere Medien über den Fall berichtet.

Der Mann war Mitte März aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, er kam in häusliche Quarantäne. Er wurde positiv auf das neuartigeCoronavirusgetestet. Der Infizierte sei weiterhin in häuslicher Quarantäne, hieß es.

Der Quarantäne-Bruch fiel auf, als die Behörden die Kontakte eines anderen Infizierten nachverfolgten, um die Infektionskette zu unterbrechen. Dabei wurde festgestellt, dass der Quarantäne-Brecher Kontakt zu dem anderen Corona-Positiven hatte.

Ärzte-Chef warnt vor Aktionismus

10.38 Uhr: Der Ärzteverband Hartmannbund hat vor unverhältnismäßigen Maßnahmen bei der Bekämpfung der Coronavirus-Ausbreitung gewarnt. “Wir dürfen bei allem Respekt vor erkennbarem Handlungsbedarf jetzt nicht jedes Maß verlieren”, erklärte Verbandschef Klaus Reinhardt, der auch Präsident der Bundesärztekammer ist, am Dienstag in Berlin. Er warnte davor, “in einen Überbietungswettbewerb an Einschränkungen und Eingriffsmöglichkeiten” einzusteigen.

Man sollte Ärzte “nicht vor den Kopf stoßen oder sie im Zweifelsfall zu ‘Rekruten’ machen, sondern ihnen das verdiente Vertrauen aussprechen”, appellierte Reinhardt. “Bisher sehe ich jedenfalls keinen Grund, dieses Vertrauen in Zweifel zu ziehen, und insofern auch keinen Anlass zu überzogenem Aktionismus.”

Söder fordert “nationale Notfallproduktion” für Schutzmasken gegenCoronavirus

09.35 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine “nationale Notfallproduktion” für Schutzmasken gegen das Coronavirus gefordert. Es müssten “dringend” mehr medizinisch hochwertige Masken her, sagte Söder am Dienstag im ARD-“Morgenmagazin”. Es habe durchaus Vorräte in Deutschland gegeben, “nur waren die alle sehr schnell weg”.

Neue Masken müssten nun aus dem Ausland beschafft werden, teilweise müsse dies unter Polizeischutz erfolgen. Nötig sei aber auch, nun in der deutschen Wirtschaft eigene Kapazitäten und Produktion zu schaffen. Die Maschinen, mit denen in China Schutzmasken hergestellt werden, stammten ja aus Deutschland. Deshalb müsse hier nun wirtschaftspolitisch umgestellt werden.

Eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken, wie es in Österreich und Tschechien angeordnet wurde, solle es derzeit aber nicht geben.

Deutschland könnte Höhepunkt der Corona-Krise erst im Juni erreichen

08.52 Uhr: Deutschland könnte den Höhepunkt der Corona-Krise erst im Juni erreichen. Das haben Forscher der Johannes-Gutenberg Universität Mainz und der Universität Hamburg auf Grundlage einer Modellrechnung ermittelt. Zum Höhepunkt der Corona-Krise könnten etwa 1,3 Millionen Menschen gleichzeitig erkrankt sein, so die Wissenschaftler weiter. Mit einem Ende der Epidemie sei in diesem Modell nicht vor August zu rechnen. Voraussetzung bei dieser Berechnung ist, dass die Maßnahmen nach Ostern gelockert werden.

Würden die Kontaktbeschränkungen bis Mitte Juni in Kraft bleiben, würden sich die Berechnungen lediglich um einen Monat verschieben – und die Epidemie ihren Höhepunkt somit im Juli erreichen. Die Wissenschaftler stützten sich bei ihren Berechnungen auf die Infektions-Zahlen des Robert Koch-Instituts.

Die Forscher räumen ein, dass ihre Berechnungen mit großen Unsicherheiten verbunden sind. Sie hätten ein Modell verwandt, dass in der Epidemiologie und in der Arbeitsmarktforschung verbreitet ist. Bislang gebe es jedoch keine vergleichbare Epidemie, “sodass wir keinen sicheren Wert für die langfristige Infektionsrate haben”.

USA: Pastor verstößt gegen Anordnungen – Haft

8.12 Uhr: Im US-Bundesstaat Florida ist ein Pastor wegen Verstößen gegen die staatlichen Anordnungen in der Corona-Krise vorübergehend festgenommen worden. Der 58-jährige evangelikale Geistliche wurde in Gewahrsam genommen, weil er am Sonntag zwei Gottesdienste in der Stadt Tampa abgehalten hatte, wie aus Dokumenten der örtlichen Gefängnisverwaltung hervorging. Er habe damit gegen die Versammlungs- und Ausgangsverbote verstoßen, hieß es in den Unterlagen.

Der Pastor habe sich “absichtlich und wiederholt” über die geltenden Anweisungen zum Schutz vor der Pandemie hinweggesetzt, schrieb der örtliche Polizeichef Chad Chronister im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er habe damit seine eigene Kirchengemeinde sowie die gesamte Gemeinde Tampa in Gefahr gebracht.

Der Geistliche glaubt entgegen der Warnungen der medizinischen Fachwelt nicht daran, dass das neuartige Coronavirus gefährlich sein kann. Seine Gottesdienste bezeichnet er zudem als essenzielle Dienstleistungen, die folglich trotz der geltenden Restriktionen des öffentlichen Lebens fortgeführt werden dürften.

Nach Ausstellung eines Haftbefehls hatte sich der Pastor selbst der Polizei gestellt. Er kam gegen eine Kaution von 500 Dollar nach weniger als einer Stunde wieder auf freien Fuß. In Florida gab es bis Montag rund 5400 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 63 Todesopfer.

Fresenius-Chef: „Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen“

Topmeldung (6.39 Uhr): Fresenius-Vorstandsmitglied Francesco De Meo hat in den deutschen Kliniken des Konzerns noch Platz für neue Patienten. „Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen, ohne dass ein einziger deutscher Patient darunter leidet“, sagt De Meo im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Der Jurist ist zuständig für die Krankenhäuser und medizinischen Versorgungszentren unter dem Dach des Geschäftsbereichs Fresenius Helios, dem nach eigenen Angaben größten privaten Klinikbetreiber in Europa.

Stand Montag hat Fresenius in seinen deutschen Kliniken vier Covid-19-Patienten aus Italien aufgenommen. Das Thema sei hochpolitisch. „Der Bund hält sich sehr zurück“, sagt De Meo. Auf europäischer Ebene gebe es wenige, „die koordiniert und strukturiert an diesem Thema arbeiten.“ Fresenius ist dabei, die Zahl der Intensivbetten von 900 auf mindestens 1500 aufzustocken. Stand Montag lagen in den deutschen Klinken des Konzerns 80 an Covid-19 erkrankte Patienten auf einer Intensivstation, davon mussten 50 beamtet werden.

„Die Zahl der Fälle in Deutschland könnte sich schlagartig erhöhen“

„Momentan ist es eher so, dass wir andere Patienten, die behandelt werden könnten und sogar müssten, nicht behandeln, weil wir das sogenannte elektive Geschäft zurückgefahren haben, um aufnahmefähig für Covid-Patienten zu sein. Wir haben Kliniken, in denen vielleicht noch kein einziger Covid-Patient aufgetaucht ist, obwohl wir fast die komplette Intensivkapazität vorhalten“, sagt De Meo. Aber er will mit Blick auf die Lage in Spanien und Italien vorbereitet sein: „Die Zahl der Fälle in Deutschland könnte sich schlagartig erhöhen“.

Der Manager spricht sich für mehr Tests auf Covid-19 in Deutschland aus, vor allem in den Risikogruppen, also ältere und immungeschwächte Menschen. „Wir könnten dann besser prognostizieren, was kommt, und besser abschätzen, wie lange wir die ganze Gesellschaft noch einsperren müssen. Man muss darüber nachdenken, wie die Kontaktsperren differenzierter gestaltet werden können.“ Die jetzigen Generalmaßnahmen bedrohen De Meo zufolge auf Dauer Existenzen.

“Wir arbeiten ohne Einnahmen”: Zoobetreiber wenden sich in Brief an Merkel

06.33 Uhr: Der Verband der Zoologischen Gärten wendet sich mit der dringlichen Bitte um ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Schreiben, das heute auch an Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, die Ministerpräsidenten der Bundesländer sowie den Präsidenten des Deutschen Städtetages Herrn Burkhard Jung geht, macht Jörg Junhold, Präsident des Verbandes und Zoodirektor in Leipzig, auf die wirtschaftlich angespannte Lage für Zoos aufmerksam.

“Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren – unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden”, sagt Junhold zur derzeitigen Situation, in der die Zoos wegen der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen wurden. “Momentan arbeiten wir aber ohne Einnahmen bei gleichbleibend hohen Ausgaben.” Wie gravierend die Lage ist, lässt sich daran erkennen, dass ein einzelner großer Zoo aktuell einen wöchentlichen Umsatzverlust von etwa einer halben Million Euro zu verkraften hat. Insgesamt 56 deutsche Zoos sind im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) organisiert.

Kein Ende der Kontaktverbote in Deutschland in Sicht

06.24 Uhr: Ein Ende der strikten Kontaktverbote in Deutschland ist weiterhin nicht in Sicht. Die Innenminister von Bund und Ländern stimmten bei einer Telefonkonferenz überein, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie weiterhin “in aller Konsequenz aufrechterhalten und durchgesetzt werden” müssen, wie die thüringische Landesregierung am Montag mitteilte.

So verwies der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier (SPD), darauf, dass die Kontaktbeschränkungen erst Wirkung entfalten müssten. Es gebe noch keine verlässlichen Zahlen, ob und wie sie wirkten. “Deshalb kommt eine Lockerung der Maßnahmen gegenwärtig nicht in Betracht”, erklärte Maier.

Seit Montag vergangener Woche sind in ganz Deutschland Kontakte von mehr als zwei Menschen im öffentlichen Raum verboten. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) appellierte nun an alle Bürger, sich weiterhin daran zu halten: “Das ist zwingend erforderlich, um Leben zu retten.”

Trump will Einreisestopp für Europäer verlängern

6.24 Uhr: Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag im Garten des Weißen Hauses. Dies werde dabei helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, sagte Trump. “Es ist sehr wichtig, Grenzen zu haben.”

Es blieb zunächst unklar, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, verlängert werden sollte. Trump hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen.

Etwa seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen davon sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte “Green Card”. Auch deren Angehörige sind ausgenommen. Die Regelung sollte zunächst für 30 Tage gelten.

Spanien verbietet wegen Coronavirus auch Beerdigungszeremonien

Dienstag, 31. März, 06.21 Uhr: Spanien hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Beisetzungszeremonien verboten. Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem am Montag veröffentlichten Regierungsdekret heißt. Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist.

Ähnliche Restriktionen für Beisetzungen gelten bereits in Italien. Spanien ist nach Italien das Land mit den weltweit meisten Todesopfern der Pandemie. Laut der jüngsten Bilanz vom Montag wurden in Spanien 7340 Todesopfer verzeichnet, in Italien waren es 11.591.

Jena führt teilweise Mundschutzpflicht ein

21.59 Uhr: Die Stadt Jena führt eine Mundschutzpflicht in Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr ein. Das berichtet die Ostthüringer Zeitung unter Berufung auf die Stadtverwaltung. “Neben Masken werden auch Tücher oder Schals als Schutz anerkannt. Diese müssen aber auch die Nase und den Mund abdecken”, heißt es.

Der Erlass soll ab kommender Woche gelten. Die Stadt hat nach eigenen Angaben eine Grundausstattung an Masken. Damit wolle man Pflegekräfte, Ärzte, Fahrer im öffentlichen Nahverkehr und andere Menschen in systemrelevanter Infrastruktur versorgen. Um eine ausreichende Versorgung für die Bürger zu gewährleisten, bittet die Stadt: “Nähen Sie sich selbst und anderen Menschen den wichtigen Mund-Nasen-Schutz, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.”

Im Video – Mundschutz, Greifschutz, Wuhan-Tool: Das sind die besten Lifehacks für die Corona-Krise

USA: Rund 150.000 bestätigte Corona-Infektionen und fast 3000 Tote

21.03 Uhr: In den Vereinigten Staaten gibt es nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 150.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Dort gibt es damit weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bis Montagnachmittag (Ortszeit) gab es 153 000 Infektionen mit Sars-CoV-2, wie aus einer Übersicht der Universität Johns Hopkins hervorging. Mehr als 2800 Menschen kamen in den USA laut Johns Hopkins infolge der Lungenerkrankung Covid-19 ums Leben.

Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den USA hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt. Die Zahl der bekannten Infektionen etwa hatte erst am Freitag die Marke von 100 000 überschritten. Bis zu dem Zeitpunkt waren rund 1500 Tote gemeldet gewesen.

Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC

Coronavirus: Italien verlängert Ausgangssperre – aber Infiziertenzahlen machen Hoffnung

21.01 Uhr: In Italien, dem am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Land der Welt, scheinen die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens mittlerweile Wirkung zu zeigen. Der Anstieg bei den Neuinfektionen sank am Montag auf ein neues Tief von 4,1 Prozent, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Vor vier Tagen war der Anstieg noch etwa doppelt so hoch, vor zwei Wochen mehr als vier Mal so hoch. Die Zahl der Gesamtinfektionen stieg auf 101.739.

Zudem ging erstmals die Zahl der Erkrankten in dem Pandemie-Epizentrum rund um Mailand zurück. Sie sank von 25.392 am Sonntag auf 25.006 am Montag.

Die Zahl der geheilten Patienten habe in den vergangenen 24 Stunden mit 1590 Fällen ihren höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht, sagte Zivilschutz-Chef Angelo Borrelli. Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri sagte, die jüngsten Zahlen zeigten, dass Italien auf dem Weg sei, in sieben bis zehn Tagen einen Rückgang der Infektionszahlen zu verzeichnen.

Allerdings nimmt die Zahl der durch das neuartige Coronavirus erkrankten Menschen derzeit noch zu und auch die Zahl der Todesopfer ist weiter hoch. Wie der Zivilschutz am Montagabend mitteilte, starben in den vorangegangenen 24 Stunden in Italien 812 Menschen an Covid-19.

Die Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger derweil bis mindestens Ostern. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit. Bisher galten die Ausgangsverbote bis zum kommenden Freitag. Sie waren vor rund drei Wochen, am 10. März, angelaufen.

Auch dritter Corona-Test bei Merkel negativ

19.12 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kann immer mehr aufatmen: Auch bei ihrem dritten Test auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in Berlin mit. Er ergänzte: “Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen.”

Merkel hatte sich am 22. März in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am 20. März mit einem Arzt Kontakt hatte, der dann positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft.

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